Haussperling – oder Spatz?

Haussperling Hausspatz Spatz
Quelle: Alexas_Fotos/Pixabay

Der Haussperling trägt viele Namen

Haussperling, Hausspatz oder einfach nur Spatz – Der Haussperling hat viele Namen. Sein wissenschaftlicher Name lautet Passer domesticus und bedeutet „zum Haus dazugehöriger Sperling/Spatz“. Diesen Namen erhielt er vermutlich, weil er beinahe ausschließlich in der Nähe von Menschen vorkommt. Deshalb wird er auch als “Kulturfolger“ bezeichnet.
Auch die Ausdrücke “Dreckspatz“ oder “Spatzenhirn“ gehen auf die kleinen geselligen Singvögel zurück. – Ja, richtig gelesen: Haussperlinge gehören zu den Singvögeln.
Haussperlinge werden, betrachtet man nur die geschlechtsreifen Tiere, durchschnittlich 1,5-2,3 Jahre alt. Dabei unbeachtet bleibt die Tatsache, dass rund 50% der Jungtiere im ersten Lebensjahr sterben.
Der Haussperling ist ein in Deutschland heimischer Brutvogel. Er zählt zu den weit verbreitetsten Vögeln in Deutschland (und auch weltweit) und ist daher auch sehr bekannt. Aber wie kannst du einen Haussperling eigentlich erkennen?

Wie sieht ein Haussperling aus?

Der Haussperling trägt ein braun-schwarzes Federkleid und hat einen hellen beige-grauen Bauch. Allerdings sehen Weibchen und Männchen, anders als beim nah verwandten Feldsperling, unterschiedlich aus:
Die Farben des Gefieders der Männchen sind am Rücken dunkler und kräftiger. So heben sie sich stärker vom hellbeige-grauen Bauch ab. Außerdem haben die Männchen einen schwarzen Kehlfleck, der oft auch auf die Brust übergeht, sowie einen grauen Scheitel und graue Wangen – Alles Merkmale, die die Weibchen nicht haben. Ihre Farben sind insgesamt eintöniger, beinahe einheitlich graubraun-beige.
Die Jungtiere des Hausspatzen sind den Weibchen ähnlich eintönig graubraun-beige gefärbt und nur schwer von den Weibchen zu unterscheiden.
Auf dem Foto hier siehst du rechts ein Weibchen und links ein Jungtier. Der Jungvogel ist etwas kleiner und “plüschiger“ als das Weibchen und seine Schnabelecken sind noch leicht gelblich.

Haussperling Hausspatz Spatz Mutter+Kücken
Quelle: Oldiefan/Pixabay

Das “Tschilpen“ des Spatzen

Der Haussperling gehört wie alle Sperlinge zu den Singvögeln. Deshalb ist das Singen auch eine seiner Lieblingsbeschäftigungen. Einen melodischen Gesang hat der Spatz allerdings nicht. Seine Rufe bestehen aus Warnrufen oder dem lauten, hohen und oft wiederholtem “Tschilp“ der Männchen.
Weil der Haussperling außerdem ein sehr geselliger Vogel ist, singt er am allerliebsten in Gesellschaft.
Ganz früh, noch vor Sonnenaufgang, starten Hausspatzen mit ihrem gemeinsamen Morgengesang in den Tag, bevor sie zu ihren Futterplätzen fliegen. Mittags ruhen sie sich aus, singen wieder ein wenig und abends begeben sie sich zu ihren Schlafplätzen und “tschilpen“ erneut gemeinsam.
Ihre Rufe benutzen Hausspatzen aber nicht nur zum Singen, sondern auch, um sich zu warnen, auf eine Futterquelle aufmerksam zu machen oder Stimmungen wie Müdigkeit oder Ärger zu vermitteln.
Für Feinde haben sie spezielle Rufe: Beispielsweise einen für Feinde aus der Luft, wie den Sperber, aber auch einen Ruf für Feinde am Boden.

Wo lebt der Haussperling?

Früher bewohnte der Haussperling vermutlich Steppen und Baum-arme Landschaften. Sein Verbreitungsgebiet reichte von Westeuropa bis nach Ostasien. Im Süden waren Haussperlinge bis nach Nordafrika verbreitet.
Heute ist er überall dort mit einer seiner 13 Unterarten zu finden, wo Menschen leben. Von Menschen wurden Hausspatzen nämlich auch an Orte gebracht, wo sie vorher nicht heimisch waren: Nach Nord-Amerika, Australien und Neuseeland.
In Amerika war dies beabsichtigt und spielte sich so ab: In den Jahren 1851/52 setzten New Yorker Bürger rund 100 Hausspatzen auf einem Friedhof in Brooklyn aus. Die kleinen Singvögel fühlten sich dort wohl, fanden ausreichend Nahrung und Brutplätze, sodass sie sich dort schnell vermehrten.
Haussperlinge fehlen heute nur noch in wenigen Regionen wie die Philippinen, die Tropen Afrikas und Südamerikas, Teile Chinas, Südostasiens, Nordsibiriens und Nord-Amerikas sowie Japan, West-Australien und die Polargebiete.

Was braucht der Haussperling zum Leben?

Der Grund, warum der Haussperling sich so stark verbreiten konnte, ist seine Anspruchslosigkeit. Außerdem zählt der Hausspatz zu den sogenannten Kulturfolgern, die die Nähe zum Menschen bevorzugt. (Und die breiten sich ja bekanntlich auch immer weiter aus.) Der Spatz nistet selten weiter als 250m von Gebäuden entfernt. Daher kommt er in Dörfern, Städten bzw. Stadtteilen mit landwirtschaftlichen Flächen, Gärten, Parks, Einzelhöfen und Ställen vor.
Die einzigen Ansprüche, die der Hausspatz an seine Umgebung stellt, sind zum einen genügend Brutplätze. Zum anderen muss ganzjährig ausreichend Nahrung vorhanden sein, weil Haussperlinge Standvögel sind. Haussperlinge verbringen nämlich auch den Winter in ihrem Brutgebiet und entfernen sich nie weit von ihrem Revier. Einzig junge Hausspatzen und unverpaarte Tiere ziehen, wenn die Bedingungen an ihrem Standort ungünstig sind, bis zu 550km weit.

Was frisst der Hausspatz?

Die Nahrung des Haussperlings besteht überwiegend aus Samen von Getreidearten wie Weizen, Hafer und Gerste. Deshalb haben Haussperlinge einen kräftigen, kegelförmigen Schnabel. Der eignet sich hervorragend, um Samen zu knacken und zu enthülsen.
Auch Wildgräser und -kräuter können einen Großteil, manchmal auch den Hauptteil ihrer Nahrung darstellen. In Städten, wo Haussperlinge nicht so viel pflanzliche Nahrung wie Sämereien finden, zeigt sich ihre Anpassungsfähigkeit: Dort werden sie nämlich zu Allesfressern und fressen sogar Speisereste.
Seine Jungen füttert der Haussperling in den ersten Tagen ausschließlich mit tierischer Nahrung. Diese besteht aus Insekten wie Raupen, Käfern oder Blattläusen, die der Hausspatz für seine Küken zerkleinert. Erst mit zunehmendem Alter erhalten die Nestlinge auch pflanzliche Nahrung.
Die Nahrungssuche findet übrigens immer an Orten statt, die viele Versteckmöglichkeiten für die kleinen Vögel bieten: Dazu zählen z.B. Hecken, Bäume oder auch Dachunterstände.

Die Balz des Haussperlings

Die Balzzeit beginnt für die geschlechtsreifen Haussperlinge bei uns in Mitteleuropa im Februar und erreicht ihren Höhepunkt im März. Haussperlinge werden mit knapp einem Jahr geschlechtsreif. Sie leben in der Regel monogam und gehen daher mit ihrem Partner eine lebenslange Beziehung ein. Verstirbt einer der beiden Partner, geht der andere Spatz aber auch eine neue Beziehung ein.
Um eine Partnerin für’s Leben zu finden, begibt sich das geschlechtsreife Männchen auf die Suche nach einem geschützten Brutplatz. Hat es einen Nistplatz gefunden, beginnt es mit der Balz: Dazu plustert es sein Gefieder in der Nähe seines zukünftigen Nistplatzes auf und beginnt zu rufen. Wenn ein Weibchen Interesse zeigt, schaut es sich den möglichen Brutplatz an. Entscheidet sich das Weibchen nun für ein Männchen und seinen Brutplatz, dann singt das Männchen noch viele weitere Stunden für seines Herzensdame.
Danach beginnen beide gemeinsam ihr Nest zu bauen.

Das Nest des Haussperlings

Der Haussperling baut sein kugelförmiges Nest am liebsten in Nischen, Spalten oder Höhlen. Deswegen wird er auch als Nischen- oder Höhlenbrüter bezeichnet. Es besteht aus Ästen, Gras, Stroh, Wolle und wird innen mit dünnen Halmen oder Federn ausgelegt.
Bei der Wahl eines geeigneten Nistplatzes sind die kleinen Spatzen übrigens nicht sehr wählerisch. Ihnen reicht es, wenn sie durch eine Nische hindurchschlüpfen können und sich dahinter ein geschützter Hohlraum befindet. Besonders beliebt sind deshalb Hohlräume unter losen Dachziegeln, Nischen unter Vordächern, Regenrinnen, alte Schwalbennester oder Baumhöhlen und Nistkästen.
Seltener, wenn sie keine geeignete Höhle oder Nische finden, bauen Hausspatzen ein sogenanntes Freinest in Büschen oder Bäumen. Dies befindet sich zwischen ca. 3 und 8m Höhe. Ein solches Freinest bedecken die kleinen Spatzen zum Schutz vor der Witterung mit Halmen.

Wann ist die Paarungszeit des Haussperlings?

Wenn ein Weibchen paarungsbereit ist, fordert es seinen Partner aktiv zur Paarung auf. Dazu duckt es sich, hebt dabei seinen Schwanz leicht an und vibriert mit seinen Flügeln. Dieses Verhalten kann ein paarungsbereites Weibchen bis zu zwanzig Mal in der Stunde zeigen. Paarungsversuche vor der fruchtbaren Phase des Weibchens gehen meist vom Männchen aus. In dieser Zeit hüpft es mit aufgeplustertem Gefieder, hängenden Flügeln und aufgestelltem Schwanz immer wieder hin und her. Das Weibchen lehnt eine Paarung zu diesem Zeitpunkt jedoch meistens ab, sodass die Paarungsversuche erfolglos bleiben.
Zur Gruppenbalz kommt es bei Haussperlingen gelegentlich auch. Dabei verfolgen 2-8 Männchen ein einziges Weibchen und versuchen, dieses Weibchen immer wieder in den Bereich ihrer Kloake (Körperausgang) zu picken und zu kopulieren, also sich geschlechtlich zu vereinigen. Zur Kopulation kommt es in der Regel aber nicht.

Wann brüten Haussperlinge?

In Mitteleuropa dauert die Brutzeit des Haussperlings von April bis August an. In dieser Zeit bebrüten sie im Durchschnitt 2-3, seltener sogar 4 Gelege mit jeweils ca. 3-7 Eier (3 Gramm, 1,5cm Höhe). Ihre Schale ist beige bis hellgrau mit vielen kleinen und dunklen Sprenkeln.
Die Eier werden durchschnittlich 14 Tage von beiden Elternteilen bebrütet. Dann schlüpfen blinde und nackte Küken, die eine ganze Weile, in der sogenannten Nestlingszeit, im Nest bleiben. Haussperlinge zählen somit zu den nesthockenden Vögeln.
Weil sie so schutzlos sind, kümmern sich ihre Eltern abwechselnd um Nahrungssuche und das Hudern ihrer Küken.
Hudern bedeutet, dass die Eltern ihre Küken unter ihrem Gefieder wärmen und schützen. Auch um die Säuberung des Nestes kümmern sich beide Elternteile.
Wenn den Eltern in der Nestlingszeit etwas zustoßen sollte, haben die Küken trotzdem eine Überlebenschance: Da Haussperlinge in Kolonien brüten, finden sich häufig “Adoptiveltern“, die die Küken solange mit durchfüttern, bis sie groß sind und flügge werden.

Vom Nesthocker zum Asthocker

Flügge werden die kleinen Nesthocker bereits mit ca. 16 Tagen. Sie verlassen nun ihr Nest und werden zu sogenannten Asthockern. Dennoch sind sie immer noch abhängig von ihren Eltern und fliegen nicht einfach davon. Denn das können die jungen Asthocker meist auch noch gar nicht.
Genau deshalb sind die folgenden 8 Tage auch sehr gefährlich für die Jungvögel: Sie sind leichte Beute für Krähen oder Ratten. Aber auch Menschen, die einen vermeintlich um Hilfe zwitschernden Jungvogel auf dem Boden finden, sind gefährlich: Spaziergänger heben die flugunfähigen Jungvögel auf, entfernen sie aus der Nähe ihres Nestes und bringen sie zu einer Vogelstation. Dabei haben die Jungvögel nur Kontakt mit ihren Eltern aufgenommen, um gefüttert zu werden.
Daher ist es wichtig: Solltest du einmal einen flauschigen Jungvogel finden, der unverletzt wirkt, lasse ihn an Ort und Stelle.

Haussperling Hausspatz Spatz Jungvogel
Quelle: Håkon Helberg/Unsplash

Von wegen “Spatzenhirn“

Der Ausdruck “Spatzenhirn“, der jemanden als dumm oder einfältig bezeichnen soll, wird den nur 15cm großen Vögeln nicht gerecht: Sie beweisen eine hohe Anpassungsfähigkeit und sind sehr lernfähig.
Wenn es um das Finden neuer Nahrungsquellen geht, sind Spatzen äußerst gewitzt: Parkende Autos sind Insektenimbisse, umherwehende Papiertüten können durch Schütteln Krümel hervorbringen und Türen (z.B. zu Einkaufscentern mit zahlreichen Imbissen) öffnen sich, wenn sie davor umherflattern.
Außerdem haben sie unterschiedliche Rufe, um sich gegenseitig vor Feinden zu warnen, z.B. für Feinde aus der Luft oder Feinde am Boden.
Andere Vögel, wie z.B. Tauben haben ein außerordentliches Gedächtnis, der Kolkrabe, ausgestattet mit einem sehr guten Gesichter-Gedächtnis, nutzt auf sehr geschickte Weise Werkzeuge, um an Futter zu kommen und diverse Papageien-Arten können die menschliche Sprache erlernen. – Du siehst, Vögel haben einiges auf dem Kasten und sind definitiv keine “Spatzenhirne“!

Ist der Haussperling ein “Dreckspatz“?

Wurdest du schon einmal als Dreckspatz bezeichnet, weil du dich schmutzig gemacht hast? Die Bezeichnung “Dreckspatz“ geht auf die Spatzen zurück. Die baden nämlich, ebenso wie Feldsperlinge, gerne. – Und zwar nicht nur im Wasser, sondern auch im Sand oder Staub. Man könnte nun meinen, Haussperlinge seien wirklich kleine Dreckspatzen und würden durch ihr Sandbad dreckig. Aber genau das Gegenteil ist der Fall: Sowohl das Baden im Wasser als auch das im Sand dienen der Reinigung ihres Gefieders. Mit ihren ausgiebigen Sandbädern halten die kleinen Vögelchen nämlich ihr Gefieder frei von Parasiten.
Zusätzlich dazu erneuert sich ihr Gefieder in den Monaten Juli und August. Dies nennt sich Mauser. Die Spatzen verlieren nun all ihre Federn und neue wachsen nach. Ist es sehr kalt draußen, kann sich die Mauser auch verkürzen. Jungtiere kommen bereits mit ca. 6-8 Wochen in die Mauser und erhalten zu diesem Zeitpunkt ihr adultes (erwachsenes) Gefieder.

Haussperling Hausspatz Spatz Mauser
Quelle: suju-foto/Pixabay

Die Feinde des Haussperlings

Der Haussperling hat einige natürliche Feinde. Dazu zählen vor allem der Sperber, der dem Haussperling an seinen Futterstellen auflauert, sowie die Hauskatze. Untersuchungen zeigten, dass Haussperlinge rund 16-30% aller Beutetiere von Hauskatzen ausmachen.
Weitere Feinde sind Wanderratten, die junge und unerfahrene Sperlinge jagen, sowie der Turmfalke, die Schleier- und Waldohreule, der Waldkauz und sogar Rabenkrähen.
Ein weiterer Feind des Haussperlings ist, wie bei den meisten Tieren, der Mensch: Bis in die 60er Jahre des 20. Jahrhunderts jagten und töteten Menschen in Deutschland den Haussperling. Er galt als Schädling im Getreideanbau und musste bekämpft werden. Was solche Spatzenjagden beispielsweise in China zur Folge hatten, erfährst du weiter unten.

Ist der Spatz bedroht?

In Deutschland leben rund 4-6 Millionen Brutpaare des Haussperlings und weltweit gibt es Schätzungen nach rund 1,6 Milliarden Haussperlinge. Dies macht ihn zu einer der weltweit verbreitetsten Vogelarten überhaupt.
Das klingt zwar viel und bei der Vogel-Zählung “Stunde der Gartenvögel“ des Nabu führt der Haussperling jedes Jahr die Liste an. Dennoch sinken die Bestände des Haussperlings in den letzten Jahren in Europa. Gründe dafür gibt es einige:
Viele Hausspatzen finden keine Brutplätze mehr, da Gebäude umfassend saniert werden und Nischen und Spalten verschwinden. Dies gilt auch für neu gebaute Gebäude: Die besitzen schon gar keine Nischen zum Nisten.
Gebäude mit großen Glasfassaden können ebenfalls zum Problem werden, da vor allem Jungvögel gegen Scheiben fliegen und sterben.
Auch der Einsatz von Insektiziden bei der immer umfangreicheren Landwirtschaft ist ein Problem: Durch das Töten der Insekten finden Elterntiere nicht mehr genug Nahrung für ihre Küken, sodass diese verhungern.

Was kannst du für den Haussperling tun?

Sperlinge freuen sich über Körnerfutter, z.B. in einem freihängenden Futterhäuschen.
Ansonsten kannst du im Garten (mit deinen Eltern) einheimische Sträucher, Gräser und Stauden pflanzen. Denn die stellen eine natürliche Nahrungsquelle dar. Einheimische Bäume und Hecken bieten außerdem Schutz vor Feinden, natürliche Nistplätze sowie Überwinterungsmöglichkeiten.
Aber auch Nistkästen zum Brüten helfen den kleinen Spatzen und werden sicher schnell bezogen. Sie sollten allerdings auch in ausreichender Höhe und wettergeschützt aufgehangen werden. Tipps zum Selberbauen findest du hier. (Falls euch die Ausscheidungen der kleinen Vögel stören, könnt ihr ein Brett oder eine Schüssel unter den Nistkasten legen. Die lässt sich nämlich ganz leicht säubern.)
Haussperlinge sind außerdem wahre Insektenvernichter und verfüttern auch (lästige) Mücken an ihre Brut. 😉
Als puren Luxus kannst du den kleinen gefiederten Tierchen eine Vogeltränke sowie ein Sandbad aufstellen. Dazu einfach einen etwas größeren Blumenuntersetzer mit Sand befüllen und dem Sandbad steht nichts mehr im Weg.

Warum Mao Zedong Spatzen für Schädlinge hielt

Nicht nur in Deutschland galten Sperlinge lange als Schädlinge des Getreideanbaus, sondern auch in China.
Der Grund dafür war die Vorliebe des Sperlings für Körner. Weil er die Körner fraß, wurde er schnell als Schädling im Getreideanbau gesehen.
Mao Zedong, der ehemalige Staatspräsident der Volksrepublik China, ordnete daher Mitte des 20. Jahrhunderts an, dass Spatzen eingefangen und getötet werden sollten. So wurden innerhalb von 3 Tagen alleine in Peking rund 500.000 Spatzen gefangen und getötet.
Die Folge war aber nicht eine reichere Ernte, sondern Insekten, die sich nun schneller ausbreiteten und am Getreide bedienten.
Dies hatte wiederum zur Folge, dass Spatzen aus Russland importiert, also nach China gebracht werden mussten, um die Insektenplage wieder in den Griff zu bekommen.
Den Fehler zugeben und Sperlinge eher als Nützlinge zu bezeichnen konnte die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua übrigens erst nach dem Tode ihres ehemaligen Staatspräsidenten Mao Zedong.

Wissenschaftlicher NamePasser domesticus
KlasseVögel
OrdnungSperlingsvögel
UnterordnungSingvögel
FamilieSperlinge (Passeridae)
GattungPasser
ArtHaussperling oder Hausspatz (Passer domesticus)
Verbreitungsgebietbeinahe weltweit
Lebensraumin Menschennähe in Gärten, Parks, Dörfern, Städten mit ausreichend Brutplätzen + Nahrung
Größe                                   14-16cm
Gewichtca. 30-32g
LebensdauerDurchschnittlich (Jungtier-Sterblichkeit unberücksichtigt): 1,5-2,3 Jahre
GeschwindigkeitBis zu 46km/h im Flug
Merkmaleanspruchslos, Männchen: graue Kopfplatte, schwarzer Kehlfleck
ErnährungSamen, Körner, Knospen, Jungtiere: Insekten (Blattläuse, Raupen, Käfer)
FeindeSperber, Hauskatze, Wanderratte, Rabenkrähe, Mensch, u.a.